Mittwoch, 9. November 2011

Warum Apple-Produkte keinen Ein- und Ausschalter haben sollten

Ich habe die vergangenen Tage die autorisierte Biografie des Apple Gründers Steve Jobs gelesen.

Keine Angst, das wird nun kein Spoiler und auch kein Hochlied auf Steve Jobs, insgesamt würde ich ihn nach der Lektüre als narzistisches, soziopathisches Genie mit psychopathischen Zügen charakterisieren.

Einprägsam und bemerkenswert finde ich aber den Schluss der Biographie, in der er selbst über seinen Glauben und das Leben nach dem Tod befragt wird. Die Zeilen sprechen für sich, ich möchte sie nicht näher kommentieren.

"Mit meinem Glauben an Gott steht es fifty-fifty", sagte er. "Die meiste Zeit meines Lebens war ich der Meinung, dass unsere Existenz aus mehr bestehen müsse als aus dem, was man mit den Augen sehen kann."


Er räumte ein, dass er im Angesicht des Todes die Wahrscheinlichkeit überschätzen würde - aus einem Bedürfnis heraus, an ein Leben nach dem Tod glauben zu wollen. "Ich mag den Gedanken, dass etwas von dir überlebt, wenn du stirbst", meinte er. "Es erscheint seltsam, daran zu denken, dass man all diese Erfahrung angehäuft hat und vielleicht sogar ein wenig Weisheit, und dass all dies einfach so vergeht. Ich möchte wirklich daran glauben, dass etwas überlebt, dass möglicherweise dein Bewusstsein überdauert."


Für eine lange Zeit verfiel er in Schweigen. "Aber vielleicht ist es andererseits wie ein Ein- und Ausschaltknopf", sagte er. "Klick! Und du bist weg."


Erneut machte er eine Pause und lächelte ein wenig: "Vielleicht habe ich es deshalb nie gemocht, Ein- und Ausschaltknopf in Apple-Geräte einzubauen."